Präzise Siebreinigung im Ultraschallbad: Maximale Reproduzierbarkeit für die Partikelanalyse

In der industriellen Qualitätskontrolle, der Materialprüfung und der Produktionsüberwachung ist die Genauigkeit der Partikelgrößenanalyse ein absolut kritischer Faktor. Ein Analysensieb ist nicht nur ein einfaches Werkzeug, sondern ein hochpräzises Messgerät gemäß ISO / IEC Guide 99:2007. Ob in der pharmazeutischen Industrie, bei der Prüfung von Baustoffen und Asphalt, in der Chemie oder bei der Lebensmittelproduktion: Wenn Maschen durch verklemmte Partikel verstopft sind oder es durch unzureichende Reinigung zu Kreuzkontaminationen kommt, werden die gesamten Messergebnisse verfälscht. Um diesen Herausforderungen im Laboralltag zu begegnen, ist die professionelle Siebreinigung unerlässlich. Die mechanische Reinigung mit Bürsten oder Pinseln stößt bei feinen Maschenweiten schnell an ihre Grenzen und birgt ein immenses Risiko: Das empfindliche Metallgewebe kann verformt oder beschädigt werden, wodurch das Sieb seine Normkonformität (z. B. nach DIN EN ISO 3310-1) verliert und ausgemustert werden muss. Die Lösung für eine gründliche, schonende und reproduzierbare Aufbereitung ist der Einsatz modernster Ultraschalltechnologie.

Was bringt ein Ultraschallbad in der industriellen Qualitätssicherung?

Die zentrale Frage von Laborleiter und -leiterinnen und Prüfer und Prüferinnen lautet häufig: Was bringt ein Ultraschallbad im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungsmethoden? Die Antwort liegt in der Physik der Kavitation. Ein Ultraschallbad wandelt elektrische Energie in hochfrequente Schallwellen um, die durch eine Reinigungsflüssigkeit geleitet werden. In den NEXOPART Ultraschallreinigungsgeräten arbeiten die Ultraschallwandler in der Regel mit einer Frequenz von 35 bis 37 kHz.

Diese hochfrequenten Schwingungen erzeugen mikroskopisch kleine Vakuumbläschen in der Flüssigkeit. Wenn diese Bläschen an der Oberfläche des zu reinigenden Gegenstands implodieren, entstehen lokal extreme Druck- und Temperaturspitzen sowie Mikroströmungen. Dieser physikalische Effekt "sprengt" selbst hartnäckigste Verschmutzungen und festsitzende Partikel präzise aus den feinsten Siebgeweben, ohne das Material mechanisch zu belasten.

Der Vorteil in der industriellen Anwendung liegt auf der Hand: Die Siebreinigung erfolgt absolut schonend und gleichzeitig hocheffektiv. Die Gewebespannung und die präzise Maschenweite der Analysensiebe bleiben vollständig erhalten. Darüber hinaus ermöglicht ein Hochleistungs-Ultraschallbad die Reinigung von schwer zugänglichen Stellen wie dem Übergang zwischen Siebrahmen und Gewebe. Das Risiko einer Cross-Kontaminierung bei nachfolgenden Siebanalysen wird so auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig sinkt der zeitliche Aufwand für das Laborpersonal signifikant, da die Geräte weitgehend autark arbeiten.

Die NEXOPART USC-Serie: Maßgeschneiderte Ultraschallgeräte für jede Siebgröße

 

Um den unterschiedlichen Anforderungen von der Forschung bis zur schweren Industrie gerecht zu werden, bietet NEXOPART maßgeschneiderte Ultraschallreinigungsgeräte an, die exakt auf die Dimensionen standardisierter Analysensiebe abgestimmt sind. Die Gehäuse und Wannen bestehen aus robustem, langlebigem Edelstahl, was den Geräten eine hohe Resistenz gegen Korrosion und eine einfache Pflege verleiht.

NEXOPART USC 200 S: Die kompakte Lösung für den Standardgebrauch


Das Modell USC 200 S wurde für die Einzelsiebreinigung von Analysensieben bis zu einem Durchmesser von 230 mm konzipiert. Mit einem Gesamtvolumen von 6 Litern (empfohlenes Arbeitsvolumen 3,0 bis 5,0 Liter) und kompakten Außenmaßen ist dieses Gerät ideal für Labore mit moderatem Durchsatz.

  • Wanne (Innenmaß): Ø 240 x 140 mm
  • Ultraschall-Frequenz: 37 kHz
  • Leistung: 150 Watt effektive Ultraschallleistung (600 Watt Spitzenleistung)
  • Zubehör: Inklusive passendem Siebhalter für Laborsiebe (100 mm und 200 mm), der eine optimale Positionierung in der Flüssigkeit ermöglicht.

NEXOPART USC 500 S: Das Kraftpaket für große Durchmesser


Für Anwender, die mit großen Aufgabemengen und entsprechenden Analysensieben arbeiten – etwa in der Baustoff- oder Schüttgutindustrie –, ist das Modell USC 500 S die passende Wahl. Es fasst Siebe bis zu einem Durchmesser von 500 mm.

  • Wanne (Innenmaß): Ø 600 x 245 mm
  • Volumen: 69 Liter Gesamtvolumen (59 Liter empfohlenes Arbeitsvolumen)
  • Leistung: 650 Watt effektive Ultraschallleistung (bis zu 2600 Watt Spitzenleistung)
  • Ausstattung: Verfügt über einen integrierten Kugelhahn (1/2 Zoll Anschlussgewinde) zur sicheren und ergonomischen Entleerung der großen Flüssigkeitsmenge.

NEXOPART USC 200 Multi: Maximaler Durchsatz bei Serienanalysen


Wenn Zeitdruck und eine hohe Anzahl an täglichen Prüfungen den Laboralltag bestimmen, entfaltet das USC 200 Multi seine Stärken. Dieses Industrie-Ultraschallbad ermöglicht es, bis zu fünf Analysensiebe (bis 230 mm Durchmesser) gleichzeitig zu reinigen.

  • Wanne (Innenmaß): 500 x 300 x 300 mm
  • Volumen: 40 Liter
  • Ultraschall-Frequenz: 35 kHz
  • Leistung: 500 Watt effektiv (2000 Watt Spitzenleistung)
  • Vorteil: Eine enorme Zeitersparnis bei der Verarbeitung großer Probenserien.

NEXOPART Ultraschall-Reinigungsgerät USC 200 Multi

Intelligente Betriebsarten für spezifische Reinigungsanforderungen

 

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der NEXOPART Geräte ist die integrierte Steuerung, die es erlaubt, das Ultraschallfeld an die jeweilige Laboraufgabe anzupassen. Dies garantiert nicht nur eine effektive Reinigung, sondern schützt das Instrument. Über die Bedienelemente lassen sich vier spezifische Ultraschallmodi anwählen:

  1. sieve cleaning (pulse-Modus): Diese Betriebsart ist das Herzstück für die Siebreinigung. Sie erzeugt eine pulsierende Schallfeldverteilung. Die Leistungsspitzen lösen auch extrem hartnäckige Partikel, die sich fest in das Drahtgewebe eingeklemmt haben.
  2. degas-Modus (inkl. auto-degas): Frisch eingelassenes Wasser enthält gebundene Gase und Luftbläschen, die den Ultraschall dämpfen und das Reinigungsergebnis massiv verschlechtern. Der Degas-Modus treibt diese Gase aus der Flüssigkeit aus. Die Auto-Degas-Funktion läuft automatisch für etwa 10 Minuten und geht danach in den regulären Reinigungsbetrieb über.
  3. general cleaning (sweep-Modus): Bietet eine besonders gleichmäßige Schallfeldverteilung in der gesamten Wanne. Dieser Modus wird für die generelle Ultraschallreinigung von Instrumenten oder Laborgefäßen genutzt, um tote Winkel im Schallfeld zu vermeiden.
  4. sample preparation (dynamic-Modus): Eine Betriebsart für die Probenaufbereitung. Sie liefert eine höhere Leistung, die sich ideal zum Mischen, Lösen oder Dispergieren von Substanzen eignet (z. B. zum schnellen Entgasen von HPLC-Lösemitteln).

Zusätzlich verfügen die Geräte über eine exakte Zeitsteuerung. Die Reinigungsdauer lässt sich stufenweise auf bis zu 30 Minuten programmieren. Alternativ ermöglicht der Dauerbetrieb (ON) eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden, bevor eine automatische Sicherheitsabschaltung greift.

Häufige Fragen und Antworten zum Ultraschallbad

Was kann man im Ultraschallbad alles reinigen – und was nicht?

L


Die Vielseitigkeit eines Industrie-Ultraschallbads geht oft über die reine Siebanalyse hinaus. Was kann gereinigt werden? Neben Analysensieben mit Metalldrahtgewebe (ISO 3310-1) oder Lochblechen (ISO 3310-2) lassen sich auch Laborwerkzeuge aus Edelstahl, Glasgeräte, Bauteile aus dem Maschinenbau, Instrumente für die Materialprüfung sowie Kunststoffteile reinigen, sofern diese ultraschall- und chemikalienbeständig sind.

Was darf man nicht im Ultraschallbad reinigen?

L


Es gibt strenge Grenzen für den Einsatz, die der Arbeitssicherheit und dem Komponentenschutz dienen: Brennbare Flüssigkeiten: Es dürfen unter keinen Umständen Reinigungsmittel verwendet werden, die entzündlich, explosionsgefährlich oder brandfördernd sind (GHS01, GHS02, GHS03). Ultraschall und Wärme bilden feinste Nebel, die sich jederzeit entzünden können – es besteht Lebensgefahr durch Verpuffung. Ungeeignete Metalle: Aluminium, Zink oder unedle Legierungen können durch unpassende (insbesondere stark saure oder stark alkalische) Reinigungsflüssigkeiten angegriffen werden. Halogenide wie Fluorid oder Chlorid können an der Edelstahlwanne Lochfraßkorrosion verursachen. Gegenstände: Lebewesen, Pflanzen oder elektronische Bauteile ohne entsprechende Kapselung dürfen nicht in das Gerät eingebracht werden. Auch der direkte Kontakt von Gegenständen mit dem Wannenboden ist untersagt, da dies den Ultraschallwandler beschädigt (immer Einhängekörbe oder Siebhalter verwenden).

Praxis-Leitfaden: Schritt-für-Schritt zur normgerechten Siebreinigung

 

Um die Reproduzierbarkeit der Siebanalyse sicherzustellen und die Langlebigkeit der Ausrüstung zu maximieren, sollte die Reinigung einem fest definierten SOP (Standard Operating Procedure) folgen:

  1. Vorbereitung und Befüllung: Das Gerät wird auf einer rutschfesten, wasserunempfindlichen Fläche aufgestellt. Die Wanne wird bis zur Füllstandmarkierung mit Wasser gefüllt. Bei den großen Modellen (USC 500 S und Multi) muss vorab der Ablasshahn auf Dichtigkeit geprüft und sicher verschlossen werden.
  2. Dosierung des Reinigungsmittels: Entsprechend der Volumentabelle wird die NEXOPART USC-Reinigungsflüssigkeit dosiert (1 bis 5 Volumenprozent) und durch leichtes Umrühren vermischt.
  3. Flüssigkeit entgasen: Vor dem Einsetzen der Siebe wird das Gerät eingeschaltet und der degas-Modus für etwa 10 Minuten aktiviert. Das Austreiben der Gase ist entscheidend, damit die Kavitation im anschließenden Prozess ihre volle Wirkung entfalten kann.
  4. Einsetzen der Gegenstände: Die Maschen müssen vollständig in die Reinigungsflüssigkeit eingetaucht sein. Der Korb wird vorsichtig in die Wanne gehängt, ohne den Boden zu berühren. Die Analysensiebe werden in den speziellen Siebhalter für Laborsiebe (Lieferumfang beim USC 200 S) oder in den Edelstahl-Einhängekorb gestellt.
  5. Ultraschallreinigung starten: Das Gerät wird mit dem Kunststoff- oder Edelstahldeckel abgedeckt (Schutz vor Dämpfen und Schall-Emissionen, Schalldruckpegel liegt unter 80 dB). Für Siebe wird der sieve cleaning (pulse-Modus) gewählt und der Timer, je nach Verschmutzung, auf eine Dauer von meist 3 bis 10 Minuten eingestellt.
  6. Entnahme und Nachbereitung: Nach dem automatischen Stopp (akustisches Signal) wird der Korb entnommen. Das Sieb muss zwingend mit klarem Wasser abgespült werden, um gelöste Schmutzpartikel und Reinigungsmittelrückstände restlos zu entfernen. Anschließend erfolgt die schonende Trocknung des Siebs, idealerweise bei Temperaturen unter 80 °C, um eine hitzebedingte Veränderung der Gewebespannung zu vermeiden.

Durch die Etablierung dieses standardisierten Verfahrens mit einem Industrie-Ultraschallbad wird sichergestellt, dass jedes Analysensieb verlässlich die Vorgaben der ISO-Normen erfüllt. Die Kombination aus der mechanischen Präzision der NEXOPART Analysensiebe und der materialschonenden Aufbereitung im Ultraschallreinigungsgerät bildet das Fundament für kompromisslose Genauigkeit in der Qualitätssicherung.

 

Produkt konfigurieren

Bitte auswählen...
--,--€
Zum Produkt